Effektive Hilfe - für strapaziertes und geschädigtes Haar

Unsere Haare sind uns wichtig. Sie sind ein Symbol von Schönheit, Jugendlichkeit und Energie. Wichtig, dass unsere Haare immer prächtig aussehen. Das lassen wir uns auch eine Menge kosten. Pflegeprodukte, Fön, Glätteisen und immer wieder Friseurbesuche. Doch was machen, wenn das Haar plötzlich nicht mehr so aussieht, wie Sie es sich wünschen, sondern filzig, strohig, splissig? Was Sie bei strapaziertem, geschädigtem Haar selbst tun können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

 

So erkennen Sie Haarschäden

Gesundem Haar sehen Sie an, dass es gesund ist. Jedes einzelne Haar hat eine geschlossene Oberfläche, was das Haar glänzen lässt. Das Haar ist elastisch und lässt sich im Extremfall auf 150% seiner Länge strecken, ohne zu reißen oder zu brechen. Die Spitzen sind geschlossen und das Haar ist leicht kämmbar.

Dies erlaubt die äußere Schicht unsere Haare, die bei mikroskopischer Betrachtung alles andere als glatt ist. Vielmehr besteht die Oberfläche Ihres Haares aus Schuppen, die wie Dachziegel um den Markkanal und die Faserschicht des Haares herum angeordnet sind.

Hat das Haar einmal die Haarwurzel in der Kopfhaut verlassen, handelt es sich um totes Material, genauso wie der freistehende, weiße obere Anteil unserer Nägel.

Deswegen ist es so wichtig, dass wir unser Haar pflegen, denn der Körper kann nicht mehr reparierend eingreifen.

Wichtig ist zu wissen, dass in der Medulla, also dem Markkanal jedes einzelnen Haars immer wieder Abfallstoffe Ihres Organismus eingelagert werden. Dem Körper dienen die Haare somit als eine Möglichkeit, selbst hergestellte oder auch von außen zugeführte problematische Stoffe auszuscheiden. So kann er, wenn es hart auf hart kommt, Haut, Darm, Nieren und Leber entlasten. Wichtig ist, dass Sie also immer dann, wenn Sie Ihren Körper mit besonders vielen Schadstoffen belasten, damit rechnen müssen, dass Ihre Haare nicht so reagieren, wie es Ihnen vielleicht lieb wäre. Vor allem bei Dauerwellen und Färbeaktionen kann sich dies sehr unschön bemerkbar machen.

Nicht umsonst prüft die Polizei anhand von Haarproben, ob einschlägig vorbestrafte Menschen weiterhin verbotene Substanzen verwenden. Vor allem bei Menschen mit langem Haar, kann man nämlich noch eine Lange Zeit nach dem Konsum nachweisen, dass Drogen verwendet wurden. Der Grund dafür liegt darin, dass das Haar etwa 11cm pro Jahr wächst. So ist es durchaus möglich, bei einer Person mit langem Haar nachzuweisen, dass sie für 2 Jahre oder länger keine Substanzen mehr eingenommen hat. Übrigens ist diese Schadstoffaufnahme an den Haarfarbstoff Melanin gekoppelt. Dieses ist es, das die Schadstoffe aus dem Blutkreislauf aufnimmt und in das Haar abgibt. Je Melanin-haltiger, also dunkler das Haar, desto mehr Abfallstoffe kann es enthalten.

Im Grunde könnte man sagen, weißt Ihr Haar eine Abweichung der beschriebenen Eigenschaften auf, ist es zumindest strapaziert, im schlimmsten Fall sogar schon nachhaltig geschädigt.

Fühlt es sich also im nassen Zustand filzig an, ist knotig oder hat gespaltene Spitzen, ist Ihr Haar geschädigt. Das Gleiche gilt, wenn es schlaff und strähnig aussieht, keine Spannkraft besitzt und sich nicht richtig frisieren lässt. Auch stumpf aussehendes Haar, das trocken und brüchig wirkt oder gar gleich leicht abbricht, braucht dringend Pflege.


Strapaziertes Haar durch Styling

Benutzen Sie täglich ein Glätteisen oder einen Lockenstab, wird das die Struktur Ihres Haares auf Dauer schädigen. Wir sprechen dann davon, dass das Haar strapaziert ist. Das gleiche gilt für tägliches heißes Trocknen mit dem Fön. Denn spätestens ab einer Temperatur von 80°C beginnen die im Haar enthaltenen Proteine sich zu verändern. Auch Fette, die die Haare schützen sollen, werden durch übermäßige Hitze zerstört. Verwenden Sie solche Hitze produzierenden Apparate nur ab und zu einmal, am Besten in Verbindung mit einem Heat-Protector, brauchen Sie sich normalerweise jedoch keine großen Gedanken zu machen. Führen Sie Lockenstab und Glätteisen jedoch zügig durch die Haare, um Schäden zu vermeiden. Verwenden Sie zusätzlich immer zunächst die niedrigste Stufe des Gerätes und lassen Sie es nicht allzu lange im Haar. Steigern Sie, wenn nötig, lieber im Nachhinein die Wirkung, wenn Sie bemerken, dass die gewählten Maßnahmen für Ihren Styling-Wunsch nicht ausreichend sind.

Meist baut sich Schaden im Haar im Laufe der Zeit auf. Das bedeutet, wenn Sie Ihrem Haar mehrere verschiedene oder immer wiederkehrende Belastungen zumuten. Dies gilt nicht nur für Hitze, sondern auch für mechanische Schäden, wie sie zum Beispiel auch durch ungeeignete Schnitt-Techniken entstehen können. Manche Ausdünnmethoden, bei denen mit Rasierklingen gearbeitet wird zum Beispiel oder auch spektakulärere Modeerscheinungen wie das Abflammen der Haare mit offenem Feuer.

Doch wär hätte es gedacht: Auch so simple Stylings wie der klassische Pferdeschwanz können für Haarschäden verantwortlich sein. Vor allem wenn Sie aus der Not heraus einen normales Gummiband zum Festmachen verwenden. An diesen können sich die Haare „festkleben“ und so schnell brechen. Mit einem mit Stoff ummantelten Band passiert dies nicht so leicht.

Auch der aktuell so modische Dutt kann Haare zu sehr strapazieren und schnell zum Brechen bringen. Achten Sie also darauf, die Haare nicht allzu fest zusammen zu binden und hochzustecken.

Tipp: Für alle Fans von großem Volumen! Auch toupieren will gelernt sein, damit das Haar nicht unnötig strapaziert wird. So sollten Sie zu hochwertigen Werkzeugen wie toupier-geeignete Kämme und Bürsten greifen. Toupieren Sie möglichst nicht über die gesamte Länge Ihrer Haarsträhnen, sondern kämmen Sie besser nur am Haaransatz gegen den Strich. Beim Fixieren mit Haarspray wählen Sie unbedingt ein Produkt aus, das nicht klebt. Und wenn der Anlass, zu dem Sie toupiert haben, vorbei ist, bürsten Sie Ihre Haare unbedingt mit einer weichen Bürste aus. So kann sich die Oberfläche wieder glätten und somit schließen.

 

Hitze und Styling sind nicht die einzigen schädigenden Einflüsse, die unsere Haare ertragen müssen. Denn auch mit chemischen Stoffen wie Färbe- und Bleichmittel sowie Dauerwellenflüssigkeit haben Ihre Haare zu kämpfen. Denn um den erwünschten Effekt zu erzielen, entziehen diese Mittel den Haaren eine ganze Menge wichtiger Inhaltsstoffe. So können Haare spröde und brüchig werden. Durch zu häufiges und schnell aufeinander folgendes Färben kann es sogar zu weich werden, wodurch es sich zunächst wie ein Gummi in die Länge ziehen zu lassen, um dann einfach abzufallen. Der absolute Supergau für jede Frau!

 

Was Sie gegen strapaziertes und geschädigtes Haar tun können

Ist Ihr Haar erst einmal sichtbar geschädigt, sollten Sie es behandeln wie eine Porzellankiste. Nun ist die aller erste Maßnahme, zu verhindern, dass nicht noch weitere schädigende Einflüsse auf Ihr wertvolles Haar einwirken können.

Geschädigtes Haar darf also weder gebleicht noch gefärbt oder dauergewellt werden. Auch ausgiebige Sonnenbäder und Baden in Chlorwasser sollten Sie unbedingt vermeiden. Übrigens sollten Sie die ersten 24 Stunden nach dem Haarbleichen allgemein nicht ins Schwimmbad gehen, denn das im Wasser enthaltene Chlor kann zu grünen Haaren führen.

Möchten Sie unter keinen Umständen auf Farbe verzichten, sollten Sie stattdessen lieber eine Tönung verwenden. Sie kann Ihnen, wenn auch eingeschränkt, helfen, Ihr Farbproblem zu lösen. Doch Vorsicht: auch Tönungen können schon geschädigtem Haar noch weiter zusetzen. Also bei besonders stark geschädigtem Haar lieber auf Farbe verzichten.

Beim Stylen gilt nun natürlich auch zunächst Vorsicht walten zu lassen. Haare hei0 zu führen oder Lockenstab und Co. einzusetzen, ist nun absolut tabu. Tupfen Sie Ihr Haar jetzt einfach nur ein wenig mit Ihrem Handtuch trocken und lassen es danach an der Luft trocknen.

Eine erste Hilfe Maßnahme kann die Verwendung eines hochwertigen Shampoos für strapaziertes Haar sein. Befeuchten Sie Ihr Haar zunächst mit handwarmem Wasser und massieren Sie das Shampoo vorsichtig mit den Fingern in das Haar ein. Vermeiden Sie beim Shampoonieren und vor allem auch später beim Trockenen unbedingt wild hin und her zu rubbeln, denn dadurch brechen Ihre angeschlagenen Haare ab und lassen sich später nur sehr schwer kämmen. Spendieren Sie Ihrem Haar im Anschluss an die Wäsche noch eine Kur. Diese sollten Sie zunächst in die Längen und Spitzen einarbeiten, denn dies sind die Bereiche Ihres Haares, der an meisten strapaziert wurde. Die Einwirkzeit beachten und anschließend wieder gründlich ausspülen.

Ihre Haare brauchen nun Proteine, die den körper- und vor allem haareigenen ähnlich sind. Diese können vor allem störrischem und geschädigtem Haar wieder auf die Sprünge helfen. Proteine in der Haarkur können die geschädigte Haarstruktur wieder ein Stück weit reparieren.

Ist Ihr Haar besonders fein, helfen Feuchtigkeitsspender wie Glycerin, Aloe Vera oder Harnsäure, aber auch Öle aus Argan, Shea-Butter und Macadamia.

 

Spitzen reparieren

Sind es vor allem Ihre Haarspitzen, die Schaden genommen haben, dann genügt es, diese mit Hilfe eines Spitzenfluids wieder gesund zu pflegen. Solche Präparate enthalten oft Silikonöle. Durch diese werden die Spitzen wieder glatter und geschlossener. Sie benötigen nur eine ganz kleine Menge eines solchen Produkts, um Ihre Spitzen wieder in Form zu bringen.

 

Genügt dies noch nicht, können Sie Ihre Spitzen auch einen Moment über eine Rundbürste Fönen. So sehen sie nicht mehr allzu eigensinnig aus. Sollten aber auch mehrere Anwendungennicht den gewünschten Erfolg bringen, kann es sein, dass am Ende der Griff zur Schere droht.

Welche Hausmittel bei geschädigten Haaren helfen

Doch auch Ihr Haushalt gibt einiges her, um Ihre Haare wieder gesund zu pflegen. Eier zum Beispiel. Diese sind mit ihrem gleichzeitigen Gehalt an hochwertigen Fetten und Proteinen ideal zum Reparieren Ihrer Haare geeignet.

Sie können Ihren Haaren einfach nur einmal wöchentlich ein bis zwei Eidotter gönnen. Massieren Sie diese in die Haare ein und lassen sie anschließend etwa 20 Minuten einwirken. Danach gründlich mit lauwarmem Wasser wieder ausspülen.

Ei ist auch wunderbar geeignet, um mit anderen Hausmitteln kombiniert zur Haarpflege verwendet zu werden. So können Sie bei besonders trockener Kopfhaut und sprödem, trockenen Haar eine halbe Avocado mit der Gabel zerdrücken und anschließend mit dem Eidotter verrühren. Soll Das Haar gleichzeitig auch mehr Glanz erhalten, können Sie der Mischung noch einen Esslöffel Apfelessig zugeben.

 

TIPP: Selbst gesundes Haar glänzt intensiver, wenn Sie nach dem Haarwaschen eine Spülung aus Apfelessig darüber geben. Das senkt den pH-Wert und schließt die Oberfläche des Haares, wodurch es glatter erscheint und das Licht besser reflektiert.

Andere Zutaten für Ihre Haarkur aus der Küche können Olivenöl, Bier, Honig und Naturjoghurt sein.

Wenn es einmal schnell gehen muss mit der hausgemachten Haarpflege, können Sie auch Mayonnaise als Haarkur verwenden. Einfach die Masse direkt aus Tube oder dem Glas nehmen, einwirken lassen und anschließend wieder gründlich auswaschen. Mayonnaise ist deshalb so genial, da sie ja schon alles enthält, was Ihr Haar zur Pflege benötigt: Ei, Pflanzenöle und Säure.

Tipp: Bitte führen Sie Ihrem Haar nur dann auch Eiweiß zu, wenn es einen Eiweißmangel hat. Gesundes Haar, dem Sie dauerhaft Eiweiße zuführen, wird überpflegt. Dadurch wird es hart und spröde.

Besonders sprödes, trockenes Haar wird sich auch über die folgende Haarmaske freuen. Vermischen Sie hierzu

  • 2 Esslöffel Olivenöl, extra vergine
  • 1 Teelöffel Honig flüssig, körperwarm
  • 1 Eigelb
  • 2 Esslöffel Rizinusöl miteinander

 

Ist der Honig noch nicht warm genug, können Sie ihn zunächst im Wasserbad auf knapp 40°C erhitzen. Nehmen Sie ihn aus dem Wasserbad, Dann die Öle unterrühren, bevor zum Schluss das Eigelb in die Mischung gerührt wird.

Massieren Sie die entstandene Maske vorsichtig in die Haarlängen ein. Wickeln Sie Ihren Kopf anschließend in Frischhaltefolie ein. Ein auf der Heizung vorgewärmtes Handtuch auf die Folie und entspannen. Nach etwa einer halben Stunde können Sie die Maske mit einem milden Shampoo wieder auswaschen. Verwenden Sie hierbei nur körperwarmes Wasser, um zu verhindern, dass das Eigelb gerinnt. Eine bis zwei wöchentliche Anwendungen sollten genügen, um Ihre Haare wieder in Bestform zu bringen.

 

Sollte Ihr Haar vor allem unter Spliss leiden, können Sie der Haarmaske auch 2 Esslöffel reines Aloe Vera Gel zusetzen.

 

Trockenes, sprödes Haar kann gerne etwas mehr Fett vertragen. Da hilft auch eine reine Fettmaske, wie die folgende:

  • 5 Esslöffel Kokosöl, zimmerwarm, flüssig
  • 1 Teelöffel Olivenöl

Wenn das Kokosöl noch nicht flüssig genug ist, können Sie es im Wasserbad leicht erhitzen. Ist es flüssig, rühren Sie einfach das Olivenöl dazu, bevor Sie die Masse wieder abkühlen lassen. Je nachdem, wie Sie die Maske verarbeiten möchten, können Sie sie auch über Nacht in den Kühlschrank stellen. So wird sie fester. Dann am Abend zart auf die gesamte Haarlänge einmassieren und den Kopf wieder mit Frischhaltefolie und einem Handtuch einwickeln. Lassen Sie die Maske ruhig über Nacht einwirken, damit die Öle Zeit haben, in die Haarstruktur einzuziehen. Waschen Sie Ihr Haar am Morgen mit einem milden Shampoo aus und genießen Sie Ihr seidig, zartes Haar.

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